Mit den Master-Programmen der HECTOR School of Engineering and Management werden zukünftige Führungskräfte gezielt auf ihre Aufgaben im Management in hoch technologisierten Unternehmen vorbereitet. Das berufsbegleitende Studium richtet sich an Ingenieure, Ökonomen und Informatiker aus aller Welt
Rolf Dieterle hat sein Wort gebrochen. Mit Abschluss seines Ingenieurstudiums hatte er sich eigentlich geschworen, „nie mehr auch nur daran zu denken, eine Klausur zu schreiben“. Doch nun sitzt er wieder in Vorlesungen, lernt in Arbeitsgruppen - und büffelt für Klausuren: Mit Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt absolviert er ein berufsbegleitendes Studium an der Hector School of Engineering and Management am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Oft sind es die Unternehmen selbst, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ein Aufbaustudium an der Hector School auswählen. Sie wollen künftige Führungskräfte gezielt auf Aufgaben im Management vorbereiten. Die Atmosphäre ist international und bei einer Jahrgangsgröße von 25 bis 35 Studierenden durchaus familiär. Das ist gewollt, denn schließlich steht interkulturelles Networking hier ebenfalls auf dem Semesterplan. Alle Vorlesungen und Seminare werden - das ist in der Verbindung mit ingenieurorientierten Inhalten einmalig an einer deutschen Universität - in englischer Sprache gehalten.
Fit für Management-Aufgaben
„Was unser executive Master Programm für Teilnehmer und Unternehmen so interessant macht, ist der interdisziplinäre Aspekt“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Judith Elsner. Neben der methodischen und anwendungsorientierten Weiterqualifizierung in ingenieureigenen Themen, wie beispielsweise der Produktentwicklung oder der Produktionstechnik, werden die Studierenden in Managementthemen wie Finanz- und Personalwesen, Multi-Projektmanagement und internationalem Recht trainiert.
„Darüber hinaus knüpfen die Studentinnen und Studenten wichtige Kontakte, die für ihre berufliche Zukunft in jedem Fall von Bedeutung sein werden“, sagt Dr. Judith Elsner. Das berufsbegleitende Studium bietet die Chance zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung in einer überschaubarer Zeit von 1,5 Jahren. Die Studentinnen und Studenten bleiben dem Unternehmen mit ihrer Arbeitskraft und ihrem Wissen in dieser Zeit durch den berufsbegleitenden Aufbau erhalten und erfahren zugleich eine motivierende Wertschätzung durch das Unternehmen.
Der Unterricht in der Hector School ist auf zehn Studienmodule mit jeweils zwei Wochen Präsenzveranstaltungen in Karlsruhe verteilt, wobei die Studenten während dieser Zeit in den modernen Wohneinheiten der Hector School den Campusflair mitten im Herzen Karlsruhes genießen. Dazwischen arbeiten die Studierenden in ihrem normalen Arbeitsalltag. Das verlangt sowohl von den Studenten als auch von der Universität und dem Arbeitgeber ein großes Maß an Flexibilität und Disziplin.
St udierende aus aller Welt
Die neuen Hector-Studenten des Jahrgangs 2007/2008, die seit März diesen Jahres wieder die Schulbank drücken, haben sich sehr bewusst auf diese Herausforderung eingelassen. „Dass viel Arbeit auf uns zukommt, war uns klar“, sagt eine der Studentinnen. „Unterm Strich ist es aber sogar noch mehr als erwartet!“ ergänzt sie mit einem Lachen. Doch alle sind sich einig: Der Einsatz lohnt sich. Nicht zuletzt die hervorragenden Studienbedingungen bestärken sie darin, dass ihre Entscheidung richtig war. Den Ingenieuren, Ökonomen und auch Informatikern gefällt auch, dass sie gemeinsam mit Kommilitonen aus aller Welt studieren. „Wir sind eine bunt zusammen gewürfelte Truppe aus verschiedenen Branchen, Berufsgruppen und Ländern“, bringt es Roland Dieterle auf den Punkt. „Da kommen immer wieder interessante Gespräche zustande. Außerdem haben wir viele renommierte Professoren in unseren Vorlesungen. Das macht einfach Spaß!“ Der Unterricht an der Hector School lässt sich kaum mit einem „normalen“ Studium vergleichen - nicht nur, weil in der Pause Getränke und Obst auf die Studentinnen und Studenten warten. „Man hört ganz anders zu und kann ganz andere Fragen stellen, wenn man aus der Berufspraxis heraus studiert“, sind die Studierenden überzeugt.
Le bendige Vorlesungen
„Durch unsere Diskussionen bringen wir schon mal den Unterrichtsplan unserer Profs durcheinander“, berichtet Andreas Spitz. „Es sind alle sehr engagiert bei der Sache.“ Tatsächlich sind Diskussionen und Case Studies wesentliche Elemente jeder Vorlesung. Die Studentinnen und Studenten bringen mit Fragen und Problemen aus der Praxis ihren Berufsalltag mit ein. Alle profitieren von den Erfahrungen ihrer Kommilitonen, die in anderen Branchen, anderen Unternehmen, anderen Ländern tätig sind. Die Studentinnen und Studenten sind durchweg hoch qualifiziert und sehr motiviert. Gerade geht es um Investitionen: Wann macht eine Investition Sinn, ab welchem Zeitpunkt verspricht sie Gewinn, wie kann man die Risiken beschränken? Die Studierenden lernen, dass in der Volkswirtschaftslehre der Erwerb von Wissen und Fähigkeiten nicht zu den Investitionen zählt. Doch genau das passiert an der Hector School: Unternehmen investieren in das Wissen und die Fähigkeiten ihrer Nachwuchskräfte. Eine Investition in die Zukunft - zum Nutzen beider Seiten.
„Was unser executive Master-Programm für Teilnehmer und ihre Unternehmen so interessant macht, ist der interdisziplinäre Aspekt.“