Die Universität Wien wurde im Jahre 1365 von Herzog Rudolf IV. gegründet. Sie ist die älteste Universität im deutschen Sprach- und Kulturraum und eine der größten Universitäten Zentraleuropas.
Derzeit sind an der Universität Wien rund 63 000 Studierende in zirka 130 Studien eingeschrieben, davon sind 18 Bachelor- und 26 Masterstudien.
Die Transformation des Alten Allgemeinen Krankenhauses in den UNIVERSITÄTSCAMPUS am Ende des 20. Jahrhunderts stellt nicht die erste Umwidmung in der Geschichte dieses Areals in der Alservorstadt dar. Schon Kaiser Josef II. (1765-90) wandelte das seit dem 17. Jahrhundert existierende Großarmenhaus in ein Allgemeines Krankenhaus nach dem Vorbild des Pariser Spitals Hôtel Dieu um. Die Inschrift am Haupteingang an der Alserstraße bekundet die josefinische Umgestaltung: Saluti et solatio aegrorum - Josephus II. Augustus Anno MDCCLXXXIV. Am 16. August 1784 wurde das unter der Leitung des Hofarztes und ersten Direktors des Allgemeinen Krankenhauses Josef Quarin (1733-1814) und nach Plänen des Hofbaumeisters Josef Gerl (1734-98) errichtete Großkrankenhaus (die heutigen Höfe 1 - 7) eröffnet. Diesem neuen Spital war ein Gebärhaus, ein Findelhaus, sowie das 1783 nach Entwürfen von Isidor Canevale errichtete Irrenhaus (im Volksmund "Narrenturm", "Toll-Turm" bzw. "Kaiser Josefs Gugelhupf" genannt; heute beherbergt es das Pathologisch-Anatomische Bundesmuseum) eingeschlossen. Die Gebäude der Höfe 8 und 9 zählen zu den Erweiterungen des 19. Jahrhunderts unter Kaiser Franz I. (1804-35), wie die Inschrift über dem Portal in der Garnisongasse bezeugt: Saluti et solatio aegrorum Franciscus I. MDCCCXXXIV. In der Forschung nahm das Allgemeine Krankenhaus eine wichtige Rolle ein. Internationale Größen der Wiener Medizinischen Schule von Ignaz Philipp Semmelweis (1818-65), über Theodor Billroth (1829-94) bis Karl Landsteiner (1868-1943) waren hier tätig.