Der Unterricht ist stark praxisorientiert und vermittelt relativ wenig wissenschaftliche Hintergründe, wie bei einem Erststudium in Deutschland sonst üblich. Der MBA ist gekennzeichnet durch wesentlich mehr Praxisorientierung, die aus den amerikanischen Studiengängen auch in deutsche MBA-Programme übernommen wurde.
Bedingt durch die relativ kurze Ausbildungszeit ergibt sich keine Möglichkeit einer wissenschaftlichen Vertiefung von Managementfragen, was dazu führt dass sich die Programme auf das Wesentliche beschränken: Die Vermittlung von praktischen Fähigkeiten zur Unternehmensführung.
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Diese Zielsetzung führt zu dem entscheidenden Punkt, Praxisbezug. Die Business Schools legen großen Wert auf praxisbezogenen Unterricht, der sich aus Vorlesungen, Seminaren und Übungen, kombiniert mit Vorträgen von Managern aus verschiedenen Bereichen, zusammensetzt. Wie sich der Unterricht im Einzelnen gestaltet, hängt von der gewählten Hochschule und deren Kontakten sowie der Spezialisierung ab. Um einen möglichst weit reichenden Praxisbezug herzustellen, finden Exkursionen und Projekte ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft statt. Diese werden meist in den Semesterferien abgehalten und verschaffen die Möglichkeit sich mit praxisrelevanten Themen zu befassen. Die Ergebnisse werden abschließend den Professoren und Praktikern präsentiert.
Eins der wichtigsten Lernziele ist die Aneignung von Soft Skills, um zukünftig Mitarbeiter erfolgreich führen und motivieren zu können. Die Entwicklung der Führungsfähigkeiten hat sich im Laufe der Jahre immer mehr durchgesetzt, so dass die Business Schools ihre Studiengänge auf diesen Schwerpunkt ausgerichtet haben. Die Interaktivität zwischen Kommilitonen wird bei den Aufgaben als sehr wichtig eingestuft und gefördert durch die Zusammenarbeit verschiedener Kulturen. Planspiele und Case Studies in Gruppen unterstützen dieses Ziel ebenfalls und sind in vielen MBA-Programmen ein täglicher Begleiter. Für eine umfassende und übergreifende Ausbildung werden die Pflicht- und Wahlfächer nicht nur einzeln unterrichtet, sondern durch Gemeinschaftsprojekte der Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen mit einander verbunden.
Diese Lehrmethode ist an den beruflichen Alltag angelehnt und soll verdeutlichen, dass verwendbare Lösungen oft nur entstehen, wenn die einzelnen Abteilungen einer Firma zusammenarbeiten. Um diesem Ansatz gerecht zu werden, haben viele Hochschulen wissensübergreifende Fächer im Vorlesungsangebot. Im Gegensatz zu vielen deutschen Hochschulen besitzen die meisten Business Schools einen gehobenen technischen Standard. Von diesem können die Studenten als Gegenleistung für das hohe Studiengeld profitieren.