In
Frankreich unterscheidet man zwischen Universitäten, Instituts universitaires de technologie und Grandes écoles. Bereits 1968 werden die Hochschulen selbstständig und finanziell autonom von Hochschulräten verwaltet. Sie setzen sich aus Vertretern der Lehre und Forschung, Studenten, Mitgliedern der Verwaltung und von der Universität unabhängigen Personen zusammen.
Ein
Studium in Frankreich teilte sich bisher in drei Teile:
Das Grundstudium dauert zwei Jahre und schließt mit dem Diplôme d'études universitaires générales (DEUG) ab.
Daran kann ein weiteres Studienjahr angeschlossen werden, welches mit dem Titel licence abschließt. Oder nach einem weiteren Jahr, also insgesamt vier Jahren Studium, mit der maîtrise abgeschlossen werden kann.
Nach insgesamt fünf Jahren Studium an einer französischen Hochschule wird entweder das Diplôme d'études supérieures spécialisées (DESS) oder das Diplôme d'études approfondies (DEA) verliehen.
Der DESS ist ein Abschluss des troisième cycle und bereitet durch berufsorientierte Inhalte auf Tätigkeiten mit Fachwissen vor. Zudem kann sich der Student Kenntnisse in zusätzlichen Fächern aneignen. Diese Master werden in allen Studienfächern angeboten.
Der DEA lässt sich ebenso wie der DESS zum troisième Cycle zuordnen, stellt jedoch eine Vorbereitung für zukünftige Doktoranden dar. In diesem Studium werden die fachlichen und methodischen Aspekte der Forschungsarbeit vermittelt.
Im Zuge des Bologna-Prozesses fand jedoch auch in Frankreich eine Umstrukturierung des Bildungssystems satt.
Gemäß einer einheitlichen Regelung in Europa im Bezug auf Studiumsabschlüsse unterteilt sich das Studium in ein dreijähriges Grundstudium und ein daran angeschlossenes zweijähriges Hauptstudium. Für weiterführende Studiengänge, die einen abgeschlossenen Hochschulabschluss und Berufserfahrung voraussetzen sind aber immer noch sie universitaires und écoles zuständig.
Die heutigen Abschlüsse sind licence oder Bachlor für das Erststudium und Master recherche (ehemals DEA) und Master professionnel (ehemals DESS).
Der Master ist für Franzosen eine Grundvoraussetzung für eine Promotion, Deutsche können auf Antrag davon befreit werden. Jedoch ist es auch für Deutsche vorteilhaft diesen Abschluss zu machen, es ermöglicht Einblicke in die französischen Erwartungen, verschafft die Zeit einen Doktorvater zu finden und bringt bei der Jobsuche Vorteile.