Die ersten 90 Tage als Manager entscheiden über den Erfolg oder Misserfolg. Die Personalabteilung klärt jedoch meist nicht über Fettnäpfchen oder Fallen auf, die im Unternehmen lauern. Auch die Vorgesetzten sind meist keine gute Hilfe.
Laut einer Studie in Los Angeles bilden die ersten 90 Tage die Grundlagen über das Vertrauen, welches neuen Managern entgegengebracht wird. Nur, wie übersteht man diese 90 Tage ohne größere Komplikationen und schafft es gleichzeitig, das Vertrauen von Kollegen und Vorgesetzten zu gewinnen?
Meist wollen neue Manager mit schnellen Veränderungen, Innovationen und Ideen beeindrucken und Zeichen setzen. Ob dieser Enthusiasmus jedoch gleich am Anfang angebracht ist, ist die Frage. Es kommt oft vor, dass durch viele Neuerungen bereits bestehende, gut funktionierende Abläufe plötzlich unterbrochen oder erschwert werden, und die Belegschaft dadurch verunsichert wird.
Außerdem ist Vorsicht geboten, wenn man alte Methoden in neue Unternehmen einbringen möchte: was in der einen Firma reibungslos funktioniert, mag in der anderen Firma eine unüberwindbare Hürde sein. Ein guter Ratschlag: Erst mal zuhören und lernen, wie die Abläufe in der neuen Firma sind, welche Struktur vorherrscht und wie Probleme bisher gelöst wurden. Änderungen sollten nach und nach vorgenommen werden.
Ein banal wirkender Tipp: die Politik der offenen Tür. Jeder sollte ein paar Stunden am Tag die Bürotür offen lassen, damit alle merken: hier hat keiner was zu verbergen, hier wird gearbeitet! Die Methode bringt Nähe zum Mitarbeiter und schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist der Grundstein für gute Zusammenarbeit und der Treibstoff für den Erfolg.