Abkürzung für: Graduate Management Admission Test.
Der GMAT ist weltweit standardisiert und misst die Eignung für betriebswirtschaftliche Studiengänge. Das Testergebnis wird von vielen öffentlichen und privaten Hochschulen in den USA und Großbritannien als Zulassungskriterium herangezogen, da es bei der Beurteilung des Potenzials von Bewerbern nahezu die einzige Vergleichsbasis darstellt. Weil ein Teilnehmer bei diesem Test nicht im üblichen Sinne bestehen oder durchfallen kann, sondern die erreichte Punktzahl über die Chancen auf bestimmten Hochschulen entscheidet, erfordert der Test eine für den Prüfling bestmögliche (bzw. eine den Anforderungen der anvisierten Business School entsprechende) Leistung. Wer sich nicht zu den oberen 10% der Absolventen zählen kann, wird auf den begehrtesten und renommierten Schulen wenige Chancen haben. Der Test wird vom ETS (Education Testing Service) gestaltet und im Auftrag des GMAC (Graduate Management Admission Council) weltweit vertrieben.
Der Test selbst besteht aus mehreren, standardisierten Prüfungsteilen in englischer Sprache, in denen sowohl sprachliche, mathematische als auch schriftliche Kenntnisse abgefragt werden. Ziel des etwa drei bis vier Stunden dauernden Tests ist es, den Prüfling unter Zeitdruck zu bringen und das Denkvermögen sowie die Sprachverwendung und deren Effizienz zu prüfen. Unterm Strich soll das Testergebnis Einblick in die individuelle Eignung und Arbeitseffizienz jedes Kandidaten gewähren und deutlich machen, inwieweit der Teilnehmer Sachverhalte analysieren, Probleme schnell zu erkennen und richtig zu lösen vermag – alles Faktoren, die Anhaltspunkte für die Erfolgsaussichten bei einem späteren Studium darstellen.
GMAT besteht aus zwei Essays, die auf jeweils eine halbe Stunde Bearbeitungszeit kalkuliert sind, sowie ansonsten Multiple-Choice-Fragen. Da die Zulassung von der erreichten Punktzahl abhängt, und der Test zwingende Vorraussetzung für eine Teilnahme an einem MBA-Programm ist, empfiehlt sich dringend eine intensive Vorbereitung. Erfahrungswerten zufolge können – verursacht durch Aufbau und Gestaltung des Tests – dadurch deutliche Verbesserungen erzielt werden. Da neben mathematischen und sprachlichen Fähigkeiten eben vor allen Dingen die richtige Herangehensweise und die Kenntnisse geeigneter „Abkürzungen“ von entscheidender Bedeutung sind, ist die Teilnahme an einem entsprechenden Vorbereitungskurs durchaus sinnvoll. Diese Kurse vermitteln neben den Lerninhalten vor allen Dingen auch ein Gefühl für den Zeitaufwand, den man für manche Aufgaben einplanen muss, und ermöglichen einen Leistungsvergleich mit anderen Teilnehmern, der sehr aufschlussreich für die eigenen Lernziele sein kann. In Deutschland bietet eine internationale Gruppe von Doktoranden unter dem Titel „Manhattan Review“ solche GMAT-Kurse an. Sie gelten als ideale Vorbereitung auf den Test. (Homepage:
http://www.review.de)