Credit Points sind Leistungspunkte (genauer: bei Universitäten gebräuchliche Einheiten), mit denen sich bestandene Kurse und Module dokumentieren und aufrechnen lassen. Für einen Abschluss ist eine gewisse Anzahl von Credit Points nötig, die der Teilnehmer während des Studiums sammeln muss. Grundlage für die Berechnung der von den Hochschulen festgelegten Punkte ist der durchschnittlich zu leistende Arbeitsaufwand des Kurses, der so genannte "Work Load", der in Stunden gemessen wird. Ein Leistungspunkt entspricht zwischen 25 und 30 Arbeitsstunden, basierend auf der Annahme von 1500-1800 Stunden Arbeitsaufwand pro akademisches Jahr (60 Leistungspunkte). Der Teilnehmer muss also darauf achten, wie viele Fächer besucht werden müssen, bzw. wie hoch der verbleibende Anteil an frei bestimmbaren Kursen ist. Zielt ein Bewerber auf eine Spezialisierung ab, empfiehlt es sich vorher die zur Auswahl stehenden Fächer einer Business School durchzugehen, und den Wahlfachanteil zu überprüfen. Wahlfächer bilden selbst bestimmbare Programmelemente, mit denen der Teilnehmer besser in seinem Sinne kalkulieren kann.
Der Vorteil des Leistungspunkt-Prinzips liegt in der besseren Erfassbarkeit der studentischen Leistung. Während die Semesterwochenstunden für sich genommen nicht berücksichtigen können, wie arbeitsintensiv ein Kurs bezüglich Vorbereitung, Hausarbeiten und Textlektüre ist, kann die aufzuwendende Arbeitslast durch die Zahl der vorab kalkulierten Leistungspunkte besser honoriert werden. Die Leistungspunkte werden also als Summe des Aufwands für die einzelnen Modulteile berechnet und für das komplette Modul vergeben. Das bedeutet aber auch, dass für nicht bestandene Module keine Leistungspunkte für Teilleistungen angerechnet werden. Dementsprechend können auch Kurse existieren, die trotz gleicher Wochenstundenzahl unterschiedlich viele Leistungspunkte einbringen.
In dem so genannten Studienkatalog listen die Hochschulen die Zahl und Art der Credits, die für den jeweiligen Abschluss erforderlich sind. Sollte es zu einem Studienortswechsel kommen, werden bereits gesammelten Credits, an die neue Universität übertragen. Dabei erleichtert das Verfahren die Anrechnung von erbrachten Studienleistungen im In- und Ausland.