Der MBA wurde erstmals im Jahr 1902 vom Dartmouth College in New Hamshire (USA) verliehen, an genau sieben Studenten. Zur damaligen Zeit wurde der Abschluss „Master of Commercial Science“ genannt, erst im Laufe der Jahre setzte sich der heutige Name „Master of Business Administration“ durch. Aktuell wird dieser postgraduate Studiengang weltweit von zahlreichen Business Schools angeboten und besitzt einen Bekanntheitsgrad wie kein anderer Abschluss.
Bedingt durch eine praxisferne und ineffektive Ausbildung im Bereich des Managements nahmen um 1900 die Forderungen nach einer wirtschaftsbezogenen Ausbildung an den US-Universitäten deutlich zu. Im Zuge dieser neuen Management-Ausbildung bot die Harvard University als zweite Hochschule ein Lehrprogramm mit einem Master als Abschluss an. Diese Entwicklung war der Startschuss für weitere Master-Programme in Englang und den USA.
Die Einrichtung von Studiengängen mit einem Master-Abschluss wurde von da an immer weiter vorangetrieben, wobei zu Beginn die Studiengänge mit einem Bachelor-Abschluss weiter verbreitet waren. Erst ab 1950 konnten sich die Master-Programme gegen die Bachelor Degrees behauten, indem die Kursangebote erweitert und Pflichtfächer eingeführt wurden. Dadurch wurden die Teilnehmer verpflichtet bestimmte Fächer wie Management, Buchhaltung, Finanzierung usw. zu besuchen und der Schwerpunkt verlagerte sich immer mehr auf den Faktor Mensch. Es wurden Inhalte wie Arbeitsbedingungen bei der Produktion, Personalführung, Mitarbeitermotivation usw. in die Programme aufgenommen. Diese Verlagerung des Inhalts weg von der Technik hin zu den Soft Skills verschaffte dem MBA immer mehr Anerkennung. Selbst die Wirtschaftsrezession in den 70’er Jahren konnte das Wachstum der MBA’s nicht bremsen.
Im Laufe der letzten Jahre veränderten sich die Business Schools ständig weg von der ausschließlichen Vermittlung von Fachkompetenz hin zu einer Betrachtung des wirtschaftlichen Handels beeinflusst von sozialen, ökonomischen oder politischen Geschehnissen. Die zukünftigen Manager werden zudem mit Führungstechniken und Kommunikationsfähigkeiten ausgestattet, die ihnen eine erfolgreiche Ausübung der zukünftigen Tätigkeiten erlaubt. Eine zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft wirkt sich außerdem förderlich auf die MBA-Programme aus, so dass auch in Deutschland immer mehr Unternehmen nach MBA-Absolventen Ausschau halten. Durch das steigende Interesse an dem Studium wurde der Abschluss Ende der 90er Jahre in Deutschland staatlich anerkannt, um den Interessenten ein Studium an einer deutschen Hochschule zu ermöglichen. Zuvor war der MBA nur in Kooperation mit einer amerikanischen oder englischen Hochschule zu erlangen.