Dezember 2007. Forscher der Warwick Business School warnen davor, dass es bald möglich sein wird, gewalttätige Computerspiele auf Handys herunter zu laden. Eltern könnten erst davon erfahren, wenn die Rechnung kommt.„Eltern sollten sich genau überlegen, was sie ihren Kinder zu Weihnachten unter den Baum legen. Wunschzettel, auf denen Computerspiele ganz oben stehen, könnten gewalttätige Spiele enthalten, die für Kinder ungeeignet sind. Darüber hinaus stehen einige der so genannten gewalttätigen Spiele zum freien Download auf Handys im Internet“, erklärt Patrick Stacey von der Warwick Business School. Dr. Stacey fügt hinzu: "Einige Eltern wissen möglicherweise gar nicht, wie leicht gewalttätige Spiele, wie Doom, im Internet zugänglich sind.“ Die Ergebnisse der Studie der Warwick Business School werden rechtzeitig bekannt: ungefähr 60 % aller Computerspiele werden zur Weihnachtszeit verkauft.
Dr. Stacey und Professor Nandhakumar haben zwar einerseits herausgefunden, dass viele Spieleentwickler sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Andererseits zeigen einige größere Computerspieleentwickler nur wenig soziale Verantwortung und neigen zu Geheimhaltung.
Die Studie legt mehr Verständigung zwischen der Spieleentwicklungsindustrie und der Politik nahe, um ein besseres Verständnis dieses Industriezweigs zu erzielen.
Des weiteren regt Dr. Stacey an, dass mehr Spieleentwickler ihre Beweggründe, die hinter der Entwicklung solch gewalttätiger Spiele stehen, erläutern sollten, da, laut der Studie, ein gewisses Maß an Zurückhaltung und sogar Leugnung im Hinblick auf die Frage der Gewalt in den Spielen vorherrscht.
Dr. Stacey erklärt: „Genau wie Filme, Gemälde und Romane sind Computerspiele Ausdruck kultureller Kreativität; sie sind nicht nur Software. Gewalt ist in vielem, was wir in Film und Fernsehen sehen, allgegenwärtig. Ist diese jedoch in einen Kontext eingebunden, so ist dies vertretbar. Bei Computerspielen wird eine Hintergrundgeschichte dafür genutzt, dem Spiel eine Richtung zu geben, in welche dieses sich in den Händen eines Spielers entwickelt.
Könnten diese Spiele gesellschaftsfähig gemacht werden, anstatt auf eine kleine Zielgruppe zugeschnitten zu sein, wie dies momentan der Fall ist, so wäre dies für die Spieleentwicklungsindustrie eine großer Schritt nach vorne.
Einer zweiten Studie der Warwick Business School zu Folge stimmen 74% der Befragten der Tatsache zu, dass gewalttätige Spiele Jugendlichen zu einfach zugänglich sind.
Warwick School of Business
Die 1967 gegründete Warwick Business School gehört zur Warwick University und ist eine der führenden Business-Schulen in Europa. Die WBS war die erste Schule Englands, die von allen drei führenden internationalen Akkreditierungseinrichtungen (EQUIS, AMBA, AACSB) anerkannt wurde. Die aktuelle Studentenschaft setzt sich aus cirka 7.500 Studenten zusammen, die aus 134 Ländern kommen. Ein exzellenter Lehrkörper ermöglicht in enger Zusammenarbeit mit den Studenten eine einmalige multikulturelle Lernatmosphäre auf einem vorbildhaft ausgestatteten Universitätscampus.
Die WBS bietet die gesamte Palette der Business-Ausbildung an: Undergraduate- und Master-Programme, Promotionsmöglichkeiten, MBA- und MPA-Programme sowie maßgeschneiderte Executive-Programme.
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