Der
executive MBA wird als Teilzeitprogramm von Business Schools angeboten und eignet sich für Führungskräfte mit mehreren Jahren Berufserfahrung.
Der Unterricht findet einmal in der Woche oder an abwechselnden Wochenenden für zwei Tage statt, das gesamte Studium dauert meist zwei Jahre in Teilzeit. Diese Form des MBA-Studiums wird oftmals vom Arbeitgeber vor- oder mitfinanziert, bringt jedoch für den Arbeitnehmer eine Doppelbelastung durch Beruf und Studium mit sich. Als Gegenleistung für die Unterstützung unterschreibt der Arbeitnehmer meist eine Bindungsklausel mit Rückzahlungspflicht, bei der er eine Arbeitsbindung nach Erwerb des MBA an das Unternehmen unterschreibt. Andernfalls muss er den Betrag zurückerstatten.
Es existieren jedoch auch viele Finanzierungsmodelle, bei denen der Arbeitnehmer den gesamten Betrag in einem bestimmten Zeitraum zurückzahlen muss. Um eine finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber zu erhalten, ist es für den Interessenten entscheidend die Vorteile eines MBA-Studiums klar herauszustellen und die Notwendigkeit für die Teilnahme an einem MBA-Programm deutlich zumachen. Die Größe des Unternehmens spielt an dieser Stelle natürlich eine entscheidende Rolle, da eine große Firma sicherlich leichter eine Fortbildung für Mitarbeiter ermöglichen kann als ein kleines Unternehmen.
In Deutschland werden überwiegend Ingenieure und Geisteswissenschaftler unterstützt, da in diesen Fällen der Arbeitnehmer nach dem Studium mit neuen Aufgaben aus dem Managementbereich betraut werden kann. Oftmals handelt es sich dabei um ganz gezielte personalpolitische Maßnahmen. Über die Akzeptanz von Teilzeit-MBA-Programmen, im Gegensatz zu Vollzeit-Programmen teilen sich die Meinungen. Ein MBA-Studium in Vollzeit besitzt nach wie vor eine größere Anerkennung bei Firmen, was man daran erkennen kann, dass Spitzenunternehmen regelmäßig neue Mitarbeiter direkt aus den MBA-Programmen von renommierten Business Schools rekrutieren.
Eine Rangfolge der einzelnen MBAs lässt sich auch an Hand der Gehälter abschätzen, wobei hier ebenfalls die Vollzeitprogramme am Besten abschneiden. Jedoch gibt es immer mehr hervorragende Programme, die dem Stellenwert eines Vollzeitstudiums sehr nahe kommen. Problematisch gestalteten sich bei den Executive-Programmen jedoch die Unterschiede in den Lehrplänen, bei denen erhebliche Abweichungen bezüglich der Anzahl der Pflichtveranstaltungen auftreten.