In den angloamerikanischen Ländern stellt der Bachelor den niedrigsten akademischen Abschluss dar, welcher nach einem undergraduated Studium (Dauer 4 Jahre, also 8 Semester) vergeben wird. Im Gegensatz zu dem deutschen Studiensystem teilt sich das amerikanische System in zwei Abschnitte (undergraduate und graduate). Außerdem wird beim Abschluss des undergraduate Studiums zwischen dem B.A. - Bachelor of Arts (in den Geisteswissenschaften) und dem B.Sc. - Bachelor of Science (in den Natur- und Ingenieurswissenschaften) unterschieden. Je nach Studienschwerpunkt existieren verschiedene Titel wie zum Beispiel der "Bachelor of Business Administration (BBA)" Diesen vollwertigen Abschlüssen geht der Grad des Associate (nach 2 Jahren Studium) voraus.
Dieses Studium ist fachlich eher allgemein gehalten und besitzt nur eine geringe Spezialisierung. Die ersten 4 Semester werden hauptsächlich für die akademische Vorbereitung, Persönlichkeitsbildung und Sozialisierung verwendet, während die darauf aufbauenden, weiteren 4 Semester dann konkret der akademischen und beruflichen Ausbildung dienen. Auch in Deutschland werden immer mehr Bachelor-Studiengänge angeboten, um die Studenten mit Hilfe eines straffen Lehrplans durch die Universitäten zu schleusen. Als Abschluss wird der Titel Bachelor verliehen, der international bekannt ist. Im Anschluss daran kann ein Master-Studium durchgeführt werden.
Für gewöhnlich verlassen die Studenten jedoch bereits nach Absolvieren des undergraduate Studiums die Universität, um nicht zu spät ins Berufsleben einzusteigen. Die Quote liegt in Amerika bei circa 90%.
Im Englischen bedeutet "Bachelor" auch "Junggeselle".